Weiterbildung/Zertifikatsfortbildung "Onkologische
Pharmazie" für
Apotheker/innen
Grundlage:
Inhaltskatalog "Onkologische Pharmazie" der Bundesapothekerkammer/
Apothekerkammer Hamburg
Ziel:
Erhöhung der Fachkompetenz der Apotheker in der Onkologie
Seminarthemen:
Grundlagen der Onkologie
Handhabung von Tumortherapeutika
Pharmazeutisch-onkologische Praxis
Information
Klinisch-onkologische Studien
Onkologischer Pharmazeut DGOP
Inhaltskatalog Onkologische Pharmazie als PDF
Informationsblatt
Informationsflyer Weiterbildung "Onkologische Pharmazie" - Apotheker als PDF
Informationsblatt "Onkologischer Pharmazeut DGOP“ als PDF
Inhaltskatalog Onkol. Pharmazie
Liste Onkologischer
Pharmazeuten DGOP
Onkologisch-pharmazeutisch tätige Apotheker und Apothekerinnen haben
als Mitglieder die Möglichkeit, nach Erfüllung der im Curriculum
aufgeführten Voraussetzungen und nach Bestehen der mündlichen Abschlussprüfung
die Bezeichnung "Onkologischer Pharmazeut DGOP" verliehen zu bekommen.
2. Bestehende Angebote >> zurück
Der bestehende Inhaltskatalog (DGOP) ist bezüglich der folgenden Vorschriften
deckungsgleich:
· Weiterbildungsordnung der Apothekerkammer Hamburg, letzte Änderung
vom 16. Nov. 1999
·
Zertifikatsfortbildung der Bundesapothekerkammer (BAK) vom 04. Mai 2000
Ausschließlich die Praxisanforderungen weichen bezüglich der
Anzahl der vorzuweisenden Herstellungen, der Beurteilung und Kontrolle von
Zubereitungen und deren Verschreibung (200 vs. 50), sowie der Erstellung
und Präsentation von Patientenprofilen (case report) (5 vs. 3) ab. Die
Patientenprofile sind bei Anmeldung zur mündlichen Prüfung mit
einzureichen.
Der größte Unterschied besteht allerdings in der Ausbildungszeit,
die Weiterbildungsordnung der Apothekerkammer Hamburg verlangt 24 Monate
in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte. Für das Bundesapothekerkammer-Zertifikat,
welches von den Landesapothekerkammern ausgestellt wird, ist auch die Möglichkeit
einer externen Hospitation vorgesehen. Für die Mitglieder gelten diesbezüglich
die Hamburger Bestimmungen.
3. Die Mitgliederversammlung am 26.1.2003 nahm folgenden
Beschlussvorschlag an: >> zurück
Die DGOP erklärt sich bereit, die mündlichen Abschlussprüfungen
gemäß den theoretischen Anforderungen der BAK vorzunehmen und
den Erfolg zu attestieren. Die Prüflinge können dann bei Ihren
Kammern das BAK-Zertifikat beantragen.
Die DGOP erklärt sich bereit, die Mindestvoraussetzungen gemäß der
Weiterbildungsordnung Hamburg zu überprüfen. Die Ausbildungszeit
wird analog definiert als mindestens zweijährige Vollzeitbeschäftigung
in einer onkologisch tätigen Einrichtung mit eigener Herstellung.
Der Antragsteller erhält nach positivem Votum ein Zertifikat, welches
ihm erlaubt, den Titel „Onkologischer Pharmazeut (DGOP)“ zu führen.
4. Prüfungskommission >> zurück
Die Prüfungskommission umfasst vier Mitglieder des Prüfungsausschusses
mit einem Apotheker oder einer Apothekerin als Vorsitzende, zwei Beisitzern
und einem Protokollführer. Die Ernennung der Ausschussmitglieder erfolgt
durch den Vorstand.
Die Prüfung erfolgt im Rahmen eines „kollegialen Fachgesprächs“.
Der Prüfling trägt einen seiner eingereichten Fallbeispiele vor,
die Kommission stellt danach Fragen, die den ganzen Umfang des theoretischen
Curriculum umfassen können, sich aber üblicherweise am Vorgetragenen
anlehnen sollte. Die Prüfung dauert 45 Minuten.
Der Prüfling erhält ein Attest über die bestandene Prüfung
nach Entrichtung der Prüfungsgebühr (Zertifikatsfortbildung 100,-€, Onkologische/r Pharmazeut/in (DGOP) inkl. Zertifikatserteilung: 150,-€).
7. Folgende Mitglieder wurden in den Prüfungsausschuss
aufgenommen: >> zurück
Elisabeth Kath, Anette Juncker, Susanne Rüggeberg, Ruth Hangen, Dr.
Gabi Gentschew, Claus Roland, Ernst-Friedrich Menges, Klaus Meier, Michael
Höckel, Prof. Dr. Bernd Meibohm, Dr. Hans-Peter Lipp, Jürgen Barth,
Matthias Wriedt
Die vollständigen Seminarthemen finden Sie im Folgenden
Inhaltskatalog Onkol. Pharmazie >> zurück
Grundlagen der Tumortherapie
1. Lernziele: Der onkologisch-pharmazeutisch tätige Apotheker soll
- die Prozesse der Tumorentstehung,
- die Methoden der Tumorerkennung,
- die Prinzipien der Tumortherapie,
- die Mechanismen der Tumorresistenz
unterscheiden können,
- die gesundheitspolitische, ökonomische
und soziale Bedeutung der Tumorerkrankungen darstellen können,
aufgrund seiner Kenntnisse der Pharmakologie und der Eigenschaften
der verfügbaren
Arzneimittel
- therapeutische Empfehlungen geben können.
2. Lerninhalte:
- Tumorcharakteristik (u.a. Klassifizierung, Nomenklatur)
- Terminologie
(Grading, Staging, Tumormarker, Karnofski Index, Therapieerfolg)
- Ätiologie
(Umwelt, Lebensweise, Ernährung, Arzneimittel,
Vererbung, Viren)
- Physiologie und Pathophysiologie von Tumoren befallener
oder von Nebenwirkungen der Therapie betroffener Organe
- Methoden
der (Früh-)Erkennung
- Behandlungsmethoden (Chirurgie, Bestrahlung,
Chemotherapie, Immuntherapie u.a.)
- Epidemiologie (Tumorhäufigkeit,
Morbidität, Mortalität,
Krebsregister)
- therapierelevante Patientenparameter
- Parameter der Behandlungsziele
und Erfolgsdeterminanten (Wachstumskinetik, Lokalisation, Durchblutung
und Resistenz des Tumors, Vorbehandlung mit Strahlen-oder Chemotherapie,
Ernährungszustand
und Alter des Patienten, Funktion von Leber und Nieren,
pharmakodynamische und -kinetische Aspekte)
- chemische, pharmakologische,
toxikologische und pharmazeutisch-technologische Eigenschaften bekannter
und in der Entwicklung befindlicher Tumortherapeutika (Chemotherapeutika,
Hormone, Interferone, Interleukine, monoklonale Antikörper,
CSF's)
- Pharmakoökonomie
3. Stundenzahl:
20 Stunden Seminare
4. Referenten:
Onkologen/Hämatologen/Strahlentherapeuten/Apotheker
Handhabung von Tumortherapeutika >> zurück
1. Lernziele:
- Der onkologisch-pharmazeutisch tätige Apotheker soll
- die Herstellung
von Tumortherapeutika beherrschen und sicher für
sich, den Patienten und die Umwelt organisieren können,
- den Umgang mit Tumortherapeutika bei der Annahme, Lagerung, Verarbeitung,
Weitergabe und Applikation beherrschen und sicher organisieren können,
- die Handhabung der Tumortherapeutika und kontaminierten Materialien
außerhalb
der Apotheke sowie beim Patienten hinsichtlich des Gefährdungspotentials
beurteilen und Vorschläge
zum sicheren Umgang entwickeln können,
- die Entsorgung nicht
verwendeter Tumortherapeutika und kontaminierter Materialien sicher
und ordnungsgemäß organisieren können,
- entsprechende Handlungsanweisungen erarbeiten können.
2. Lerninhalte:
- Vorschriften zum Umgang mit Zytostatika (GMP, Gefahrstoffverordnung,
UVV, TRGS, Merkblätter)
- Einrichtung von Zytostatikalaboren und Nebenräumen
- Aufbau und Funktionsweise
verschiedener Zytostatikawerkbänke
- persönliche Schutzausrüstung,
Arbeitsschutz
- GMP-gerechte Herstellung und Dokumentation
- Technik des aseptischen Arbeitens
- Hilfsmittel der Herstellung (Druckausgleichsysteme,
Adaptersysteme etc)
- masse- und volumenorientierte Herstellung
- Kompatibilität und Stabilität
(Arzneistoff und Lösungsmittel,
Behältnisse, Applikationszubehör, Lichtschutz)
- Qualitätssicherung
- Sterilitätsprüfungen
- Validierung, Standardarbeitsanweisungen
- Prüfungen auf Kontamination
- Umgebungsmonitoring
- Verhalten bei Personen- und Raumkontamination
- Vorsorgeuntersuchungen
(G40, biologisches und Belastungsmonitoring)
- Hilfsmittel der Applikation
(Injektions- und Infusionshilfen)
- Transport- und Entsorgungssysteme
3. Stundenzahl:
20 Stunden Seminare
4. Referenten:
Krankenhausapotheker/krankenhausversorgende Apotheker
Onkologisch-pharmazeutische Praxis >> zurück
1. Lernziele:
- Der pharmazeutisch-onkologisch tätige Apotheker soll
- die Verordnung
von Tumortherapeutika des Arztes auf Plausibilität,
Angemessenheit und Korrektheit der Berechnung überprüfen
können,
- den Arzt bei der Auswahl und Dosierung von Tumortherapeutika
und Begleitmedikation, Applikationsschema, form, -route, -zeitpunkt
und -zeitdauer beraten können,
- Arzt, Pflegende und Patienten hinsichtlich
Anwendung, Wirkungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen der Tumortherapeutika
und Begleitmedikationen beraten können,
- chemotherapie-assoziierte
toxische Wirkungen und tumorbedingte Begleiterscheinungen unterscheiden
können,
- Informationen und Materialien zur Beseitung von unvorhergesehenen
Ereignissen bereitstellen,
- fachübergreifende Zusammenhänge
im medizinischen, pharmazeutischen, ökonomischen
(betriebs-und volkswirtschaftlichen) Bereich aufzeigen können.
2. Lerninhalte:
- Therapieschemata
- individuelle Pharmakotherapie des Patienten
- Erstellen von Patientenprofilen
nach SOAP
- Auswertung und Beurteilung von Laborwerten und Klinischen
Parametern
- Dosisfindung und -individualisierung (Körperoberfläche,
Ziel-AUC)
- Beurteilung der Zytostatikaverschreibung unter Berücksichtigung
der klinischen Situation des Patienten
- Drug-Monitoring, Patientenmonitoring
unter Zytostatikatherapie
- Besonderheiten in der Pädiatrie
- Applikationsmöglichkeiten
für Zytostatika (Katheter, Ports,
Pumpen.... )
- Behandlung von Paravasaten
- Supportivmaßnahmen (Übelkeit
und Erbrechen, lnfektionserkrankungen bei immunsupprimierten Patienten,
akute und chronische Schmerzen, Mukositis, Ernährungstherapie, Extravasate,
Maligne Hypercalciämie, Tumorkompressionssyndrom,
Sydrom der inadäquaten ADH Sekretion)
- spezielle
Pharmazeutische Betreuung für Patienten mit
Krebserkrankungen
- Erfolg der Pharmakotherapie, Erkennung
des Ansprechen des Tumors auf die Therapie
- Tumorbedingte
Symptomen (z.B. Schmerz, Ernährungsdefizit) und zugehörige
Behandlungsstrategien
- Arzneimittel-Interaktionen
- Vorschläge zur sicheren Arzneimittelanwendung
- Alternative Heilverfahren
- ökonomische Aspekte der Krankheit sowie
diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen
3. Stundenzahl:
40 Stunden Seminare
4. Referenten:
Onkologen/onkologisch-tätige Krankenhausapotheker/krankenhausversorgende
Apotheker
1. Lernziele:
- Der onkologisch-pharmazeutisch tätige Apotheker soll
- Informationen auf dem Gebiet der Onkologie sammeln, bewerten, erstellen
und gegenüber den Angehörigen
der Heilberufe, den Patienten und sonstigen Interessengruppen vermitteln
können,
- Aus- und Fortbildungsveranstaltungen zu onkogischen Themen in geeigneter
Weise für Mitarbeiter,
Angehörige der Gesundheitsberufe sowie für Patienten zu organisieren,
inhaltlich vorbereiten und praktisch
durchführen können.
2. Lerninhalte:
- Onkologisch relevante Primär-, Sekundär und Tertiärliteratur
-
Print- und Non-Print-Medien (Zeitschriften, Fachbücher, Datenbanken,
Onkologie im Internet, spezielle Netze, Diskussionformen etc.)
- Bewertung
von Informationen
- Interpretation und kritische Analyse der Fachliteratur
und Klinischen Studien
- Onkologische Institutionen/Fachgesellschaften/Verbände/Selbsthilfegruppen
-
Weitergabe von Information an Patienten, Pflegende und Ärzte
- Schulung
von Patienten, Pflegenden und Ärzten bezüglich der
Arzneimittelapplikation und der sicheren Handhabung der Zytostatika
-
Erarbeiten von Handlungsanweisungen
- Vorbereitung, Durchführung,
Nachbereitung einer Veranstaltung zu einem pharmazeutisch-onkologischen
Thema
- psychosoziale Aspekte bei der Beratung des Tumorpatienten
3. Stundenzahl:
10 Stunden Seminar
4. Referenten: Fachapotheker für Arzneimittelinformation/Krankenhausapotheker
Onkologisch-klinische Studien >> zurück
1. Lernziele:
- Der onkologisch-pharmazeutisch tätige Apotheker soll
- zum Management
Klinischer Studien beitragen können,
- an der Planung und Durchführung
onkologisch-pharmazeutischer Untersuchungen mitwirken können.
2. Lerninhalte:
- Besonderheiten onkologischer Therapiestudien
- Zielsetzung, Aufbau und
Durchführung Klinischer Studien
- Planung und Durchführung onkologisch-pharmazeutischer
Untersuchungen
- Management klinisch-onkologischer Studien
- Umgang mit Prüfsubstanzen
inklusive Dokumentation
- Verblindung, Codeverwaltung
- Umsetzung von Studienprotokollen
- Beurteilung des Therapieerfolges (Lebensqualität,
Tumoransprechen, Toxizitätsskalen, ethische Aspekte klinisch-onkologischer
Studien)
3. Stundenzahl:
10 Stunden Seminar
4. Referenten:
Onkologen/ Apotheker mit Erfahrungen in der Durchführung onkologisch-pharmazeutischer
Studien
Liste Onkologischer Pharmazeuten DGOP >> zurück
Herr Dr. Christian Barthelme,
Bahnhof-Apotheke, Berlin
Frau Ursula Wendorf,
Städtisches Klinikum, Wismar
Frau Doris Frerichs,
Apotheke an der Hase, Osnabrück
Frau Henriette Hermisson,
Viereck-Apotheke, Berlin
Frau Julia Ising,
Mannheim
Frau Gabriela Porscha,
Marien-Apotheke, Göttingen
Frau Gisela Sproßmann-Günther,
Ev. Waldkrankenhaus Spandau, Berlin
Herr Dr. Norbert Watermann,
St. Elisabeth Krankenhaus, Gütersloh
Herr Karsten Berkenhagen
Olympia-Apotheke, Wolfsburg
Frau Kerstin Bornemann
Katlenburg-Lindau
Frau Dr. Katrin Mühlenfeld
Aponova Apotheke AK St. Georg
Zytostatikaherstellung, Hamburg
Frau Stefanie Niemeyer
Marienhospital
Krankenhausapotheke, Osnabrück
Frau Heike Scharfenberg
Apotheke am Sultmer, Northeim
Frau Silvia Frentjen
Nordhorn
Herr Uwe Ammeling
Bookholter Apotheke, Nordhorn
Herr Michael Schill
Fortuna-Apotheke, München
Frau Andrea Kleber
Bären-Apotheke, Friedberg
Frau Stephanie Hillebrand
Fortuna-Apotheke, Mannheim
Frau Bettina Koch
Rathaus-Apotheke, Damme
Frau Andrea Krohn
Rathaus-Apotheke, Damme
Frau Elenora Liebetrau
Cranach-Apotheke, Nordhausen
Herr Christoph Richter
i-punkt-Apotheke, Augsburg
Herr Klaus Scholz
Apotheke im Wal Mart, Bremen
Frau Beatrix Ullrich
Schwarzwald-Apotheke, Bad Säckingen
Frau Christina Köster
Apotheke im Wal Mart, Bremen
Herr Joachim Mues
Assist Heimpflege-Bedarf GmbH, Merzig-Besseringen
Frau Carmen Ritter
Hubertus-Apotheke, Neukirchen
Herr Reza Azizi Nejad
Merlin Apotheke, Bonn
Frau Undine Gelpke
Medici Apotheke, Leipzig
Herr Michael Heymann
St. Marien-Krankenhaus Siegen gem. GmbH, Siegen
Frau Karin Olges
DRK - Klinik Westend, Berlin
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